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DPolG Niedersachsen zu aktuellen Vorfällen in der niedersächsischen Landespolizei

Angesichts der aktuellen Meldungen zu Vorfällen in der niedersächsischen Landespolizei wird die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Niedersachsen sich mit einer eigenen Bewertung dieser Vorfälle bis zum Abschluss der bereits eingeleiteten Ermittlungen zunächst zurückhalten.
Das Landespolizeipräsidium und die beteiligten Polizeibehörden müssen jetzt Chance und Gelegenheit erhalten, die bekannt gewordenen Fälle aufzuklären, zu hinterfragen und erforderlichenfalls auch die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Erst dann müssen eventuelle Strukturfragen detailliert geklärt werden.

Dabei ist es der DPolG Niedersachsen aber wichtig zu betonen, dass wir davon überzeugt sind, dass in der sehr großen Organisation Polizei durch nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tadellose Arbeit geleistet wird und es sich bei den jetzt bekannt gewordenen Fällen, sowohl im Landeskriminalamt, als auch in der Polizeiinspektion Celle, um Einzelfälle handelt, die keinen Rückschluss auf eine nicht funktionierende Organisation geben.

Gleichzeitig weist die DPolG Niedersachsen aber wiederholt darauf hin, dass auch die Belastung von Führungskräften, zunehmend mit fachfremden Aufgaben, ein Grund dafür sein kann, dass es in der internen Ablauforganisation zu bedauernswerten Ablauffehlern kommen kann. Hierfür jedoch eine gesamte Organisation Polizei Niedersachsen verantwortlich zu machen, weist die DPolG Niedersachsen in guter Kenntnis der aktuellen Arbeits- und Belastungssituation eindeutig zurück. So darf das Handeln und mögliche Fehlverhalten Einzelner keinen Schatten auf die hervorragende Arbeit der niedersächsischen Landespolizei werfen – unabhängig von dem dringenden Bedarf der Klärung interner Strukturfragen in der Polizei.