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Angriff auf Kollegenfamilie in Hitzacker

Die DPolG Niedersachsen zeigt sich entsetzt über die Vorgänge in Hitzacker. Dort hatten am Freitagabend knapp 60 vermummte Chaoten versucht das Haus eines Kollegen anzugreifen.

„Dieser Angriff zeigt deutlich, wie weit mittlerweile die Gewalttaten gegen Polizeibeamte vorangeschritten sind und dass es Gruppen in dieser Bevölkerung gibt, die überhaupt keine Skrupel mehr haben, gegen Polizisten auch persönlich vorzugehen“, sagte DPolG-Landesvorsitzender Alexander Zimbehl am Samstag in Hannover.

Die DPolG warnt bereits seit Jahren davor, dass Hass und Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten deutlich zunehmen. Besonders linke Gruppierungen tun sich dabei, nicht erst seit den Vorkommnissen anlässlich der Einweihung der EZB in Frankfurt und den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg maßgeblich hervor. Die Veröffentlichung von Namen und Privatadressen, verbunden mit dem Aufruf zur Gewalt auf linksradikalen Internetseiten, hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen.

„Nun erleben wir zweifelsfrei eine neue Dimension, die man nur noch als verabscheuungswürdig bezeichnen kann“, so Zimbehl weiter. „Angriffe auf Privatfahrtfahrzeuge hat es bundesweit in der Vergangenheit bereits mehrfach gegeben, jetzt ist jegliche Grenze deutlich überschritten.“

Zum widerholten Male forderte Zimbehl eine eindeutige Reaktion seitens der Politik. „Wenn Politiker verbal angegangen werden, wie jüngst in Nordrhein-Westfalen, dann ist Politik sofort empört und handlungsbereit. Im Falle eines Polizeibeamten, dessen privates Umfeld von Chaoten angegriffen wird, scheint doch eher Gelassenheit vorzuherrschen. Zumindest lassen prompte Reaktionen auf sich warten.“

Die DPolG Niedersachsen hofft, dass den festgestellten Personen die Taten auch tatsächlich beweiskräftig zugrechnet werden können und im Ergebnis empfindliche Verurteilungen zu erwarten sind. Dieser Rechtstaat muss sich gegen Bedrohen deutlich und nachdrücklich zur Wehr setzen, egal ob von der politisch rechten oder linken Seite. 

 

Am 21.05.2018 war Alexander Zimbehl zu diesem Thema bei "Hallo Niedersachsen", um den Moderatoren Rede und Antwort zu stehen. Den Videobeitrag findet ihr hier.